Dieser Eintrag ist wirklich einmal nur dazu da, Ärger abzulassen. Es geht um die Odyssee einer Paketsendung von Amazon zu mir nach Hamburg, und man ahnt nicht, wie umständlich so etwas werden kann. Also los geht’s.
Der deutschen Post hat die Teilprivatisierung nur gut getan. So dachte ich bisher jedenfalls. Allerdings überzeugt einen die Post, bei Paketsendungen ja DHL, gern vom Gegenteil. Meine Geschichte beginnt im weltweiten Netz, genauer gesagt auf der Website des ehemaligen Buch-Versandhandels und neuerdings Onlineplattform für alles, Amazon. Hier habe ich vor ein paar Tagen 2 Bücher bestellt. Alles kein Problem, wie bisher auch.
Lieferung per Standartpaket mit DHL. Über die Online-Sendungsverfolgung konnte ich sehen, dass mein Paket wohl Montag oder Dienstag geliefert werden würde. Mit dieser Annahme lag ich eigentlich auch richtig. Nur hatte ich leider nicht bedacht, dass bei Standartpaketen keine Zeitfenster vorgegeben werden können, und somit der Zusteller kommen und gehen kann wann er eben kommt und geht, sich aber nicht an “menschliche Annahmezeiten” halten muss. So richtet sich DHL eben an die Menschen… Wer um 11 Uhr morgens bei der Arbeitet oder in der Schule ist, hat Pech gehabt. Normalerweise aber nicht so viel wie ich jetzt.
Früher, in den guten alten Zeiten, wurden Pakete die bei uns nicht angenommen wurden, den Nachbarn zugestellt, oder eben in die nahe gelegene Postfilliale in der Schlüterstraße geliefert. Der Zusteller warf dann einen kleinen Zettel mit der dazugehörigen Info in unseren Briefkasten. Da bei mir aber weder im Briefkasten noch an/bei/neben der Haustür ein Zettel war, rief ich einfach die Deutsche Post an. Von einem mehr oder minder freundlichen Mitarbeiter wurde mir die Nummer für DHL gegeben. Ein weiterer Anruf. Aber auch hier kam ich nicht weiter, denn obwohl ich national gewählt hatte meldete sich einer der nur international mit mir machen wollte. Also Weiterleitung zu National. Wie man schon ahnen kann, ging es auch da nicht weiter. Er leitete mich an die “Packstation” weiter. Mit der furchtbaren Dudelmusik “Spring, Summer, Fall, Winter” in der Telefon-Warteschleife musste ich mich abermals vertrösten lassen. Die Bedienstete der Packstation sagte mir dann endlich, dass ich dieses Kärtchen wohl 1-2 Tage später mit der Post zugestellt kriegen würde. Angeblich sei das “weniger Bürokratie” mit diesem neuen System.
Als ich am nächsten Tag den Zettel aus dem Briefkasten holte, dachte ich alles wird gut. So las ich die Infos auf dem Zettel, aber als ich die Zeilen “Ihr Paket wartet bei ihnen in der Nähe in der Packstation Schenefeld, bitte holen sie es innerhalb von 7 Tagen ab, sonst wird es als unzustellbar an Amazon zurückgeschickt” passierte, wurde ich endgültig sauer. Für alle Nicht-Hamburger: Schenefeld liegt noch nicht einmal innerhalb der Hamburer Stadtgrenze, ca. 1 Stunde fahrt von mir weg.
Damit das ganze hier mal einen Abschluss findet, fasse ich mich zum Ende kurz. Um mein Packet zu bekommen, habe ich eine Retourkarte zur Post bringen müssen, damit das Paket an die in meiner Nähe gelegene Filiale schickt. Sobald das Paket dort ist, kriege ich eine Grüne Benachrichtigungskarte mit der Post. Schöne heile Postwelt…

